1. Problem
Sinn und Zweck eines Krafttrainings ist es, Ihren Körper, vor allem Ihre Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder zu stärken und vor Abnutzungserscheinungen und Alltagsbelastungen zu schützen. Aus diesem Grund hat sich ein Kräftigungstraining als die effektivste Form des Trainings zur Optimierung der körperlichen Leistungsfähigkeit behauptet. Immer wieder werden wir von Kunden gefragt, ob ein Training dem Körper Schaden zufügen kann. Sehr oft beobachten wir, dass viele Trainierende aus Angst vor Überbelastungen oder gar Verletzungen Ihr Trainingsgewicht bewusst sehr gering einstellen.
Auf der einen Seite ist eine solche Vorsichtsmaßnahme sinnvoll bzw. verständlich. Das Opti Mum Trainingskonzept wurde gerade aus diesem Grunde entwickelt, um Ihrem Körper die notwendigen Belastungsreize „zu geben", ohne Überlastungen oder Verletzungen zu provozieren.
Im Folgenden möchten wir Sie über diese Vorteile des Konzeptes aufklären.
2. Wo treten die größten Belastungen auf und wie sind diese zu erklären?
Bei welchen Sportarten treten die meisten Verletzungen auf?
Als Antwort werden am häufigsten Tennis, Fußball, Handball oder Golf genannt. Warum?
Durch die schnellen und abrupten Bewegungen, Stopps und Sprints werden die Gelenke maximal belastet. Treffen hohe Belastungen auf zu gering stabilisierte Strukturen sind Verletzungen und Überbeanspruchungen meist schon vorprogrammiert!
In vielen Fällen ist die gelenkstabilisierende Muskulatur zu schwach - ein Grund warum nahezu jeder Profisportler zur Verletzungsprophylaxe Krafttraining als Basis in seinem Trainingsplan aufgenommen hat.
Warum hat man nach dem Golfen des Öfteren Rückenschmerzen?
Beim Golf beispielsweise erfolgt die Schlagbewegung immer auf derselben Seite. Einseitige Rotationsbelastungen sind unvermeidbar und können in der Folge auch Probleme verursachen.
Primär werden durch Bewegung immer Abbauprozesse ausgelöst, die vom Sportler in der Erholungsphase aufgefangen werden müssen. Ein trainierter Körper hat eine entsprechend geringere Verletzungsanfälligkeit und kürzere Regenerationszeiten.
124 (von insgesamt 434) Muskeln werden beim Golfschwung beansprucht und wollen möglichst perfekt koordiniert sein. Am intensivsten - gerade beim Abschlag - wird die stabilisierende Achse des Spielers, die Wirbelsäule, belastet. Deren Bandscheiben müssen dabei enorme Biege-, Scher- und Rotationskräfte aushalten.
Zum Vergleich: Beim entspannten Sitzen wirken Kräfte von 100 Kilopond, beim Gehen von 140 Kilopond; beim Golf sind es bis zu 560 Kilopond. Und das etwa 200-mal pro Runde - Probeschwünge eingerechnet.
Dies führt sogar bei Spitzensportlern zu Problemen. Bernhard Langer ist dafür ein prominentes Beispiel: Seit über 20 Jahren kämpft Deutschlands bester Golfer gegen Rückenschmerzen.
Der so genannte Tennisellenbogen oder Golferarm tritt entweder durch eine zu lange und zu einseitige Belastung oder durch eine zu schwache Muskulatur auf, wodurch es zu Überforderung des Sehnenansatzes führt (Entzündung).
80% aller Rückenschmerzen und -erkrankungen (Bandscheibenvorfall etc.) lassen sich auf eine viel zu schwache Rückenmuskulatur zurückführen (auch eine achtstündige sitzende Tätigkeit ist Höchstbelastung für die Muskulatur - gerade dann, wenn sie nicht durch ausreichend Bewegung und (Kraft-)Trainingsreize trainiert wurde).
3. Die Vorteile des Trainingskonzeptes im Überblick
Die oben genannten Beispiele sollen aufzeigen, wie hoch die Belastungen in anderen Sportarten bzw. im Alltag sind.
Daher instruieren wir bewusst die sehr langsamen Bewegungsausführungen.
Dadurch werden Sehnen, Bänder und die passiven Strukturen (Knorpel, Bandscheiben) nicht überansprucht - der Muskel wird hinsichtlich Spannung optimal gereizt! Langsame Bewegungen erzeugen eine hohe Muskelspannung. Sie nehmen diese durch ein leichtes „Brennen" im Muskel wahr. Durch zu schnelle Bewegungen wird das Gewicht hauptsächlich durch Schwung und Beschleunigung bewegt: diese Kräfte wirken auf die Gelenke, Sehnen und Muskeln - die Verletzungsgefahr ist somit deutlich erhöht.
Die Gerätetechnik
Die Trainingsgeräte im Opti Mum Training verfügen über einen so genannten variablen Widerstand. Diese besondere Art der Belastung gewährleistet ein vollständiges Training der gesamten Muskulatur bei gleichzeitig geringem Zeitaufwand. Durch die Körperfixierung (eine wichtige Vorraussetzung für effizientes Training) in dem Trainingsgerät mit Hilfe von Polstern und Sicherheitsgurten, sowie durch den vorgegebenen Bewegungsablauf der Maschinen, werden einzelne Muskeln und Muskelgruppen isoliert und somit effizient trainiert. Die Dehnung erfolgt automatisch während der Übung.
Das Erlernen schwieriger Übungstechniken ist somit nicht erforderlich.
Kleine Gewichtsabstufungen (1-2LB) ermöglichen eine stetige Steigerung der Kraft und Leistungsfähigkeit in jeder Leistungsstufe. Gerade für Anfänger ist dies ein wichtiges Kriterium.
Eine Verletzungsgefahr ist bei langsamer Bewegungsausführung so gut wie ausgeschlossen.
Das Prinzip Zug und Gegenzug
Um die Muskulatur gleichmäßig zu trainieren und auszuprägen, werden immer alle Muskeln eines Gelenkes trainiert (Beispiel Rumpfmuskulatur: Bauch- und untere Rückenmuskulatur durch Beugung (für Bauchmuskeln) und Streckung (für Rückenmuskeln).
Das Training im vollen Bewegungsradius
Um das Gelenk im vollen Bewegungsausmaß zu trainieren, wird das Gewicht so gewählt, dass eine Bewegung im vollen Radius möglich ist. Dadurch wird die trainierte Muskulatur vorgedehnt, welches die Beweglichkeit und Kraft nachhaltig verbessert.
4. Unser Tipp
Sollten Sie körperliche bzw. orthopädische Beschwerden, Schmerzen oder andere Einschränkungen haben, informieren Sie bitte die Instruktoren darüber. Anhand unserer Erfahrung und Ausbildung werden wir Ihren Trainingsplan so gestalten, dass Sie auf schonende Art und Weise Ihre Belastbarkeit stufenweise wieder herstellen. Nur wenn wir über Ihre Einschränkungen Bescheid wissen, können wir garantieren, dass die Gefahr von Überbeanspruchung minimiert wird.
Überdenken Sie ihre alltäglichen Aktivitäten! Ist es nicht sinnvoller die Aktivitäten der körperlichen Leistungsfähigkeit anzupassen als umgekehrt?
Nutzen Sie die Chance, die Ihnen das Opti Mum Trainingskonzept bietet - stärken Sie gezielt Ihren Körper, damit er bezogen auf die Beanspruchungen des Alltags widerstandsfähig wird bzw. bleibt!
5. Literatur / Quellen
BLATT M. E.: A survey of golf injuries in amateur golfers., Br. J. Sp. Med. 26 63 - 65, 1992.
NACHEMSON A: The load on lumbar discs in different positions on the body.
Clin. Othop. 45, 107 - 22, 1966.
WIRTH C. J.: Golf. In: Sport - Trauma und Belastung. Hrsg.: W. Pförringer, B. Rosemeyer,H.-W. Bär, perimed Verlag Erlangen 1985.
ZIPPEL H: Die tragenden Elemente der Wirbelsäule - Spitzenbelastungen an der Toleranzgrenze, Rückhalt, 3: 25 -31, 1993.
© 2009 Opti Mum Training
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